Inter Mailand: Nicht die Königlichen

10.01.10, 08:00:00 by esel-und-teddy
Auch in diesem Jahr ziehen sie wieder durchs Land, um "C + M + B" an die Türen zu schreiben und an die Heiligen Drei Könige zu erinnern: Die Sternsinger. Ähnliches haben wir uns in dieser Folge vorgenommen. Aber es gibt ja noch viel mehr Könige als diese berühmten drei und viel mehr Königliches, an das erinnert werden muss. Zum Glück gibt es ja Esel und Teddy, die eigentlich alles über ehemalige und zeitgenössische Herrscher, Märchen, Gedichte, Biere, Autoren, Lieder und Redensarten wissen, die etwas mit "König" zu tun haben und die Euch gerne an ihrem Wissen teilhaben lassen. Also: Hört rein und werdet schlau!

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  1. Aaron sagt:
    Hat mich stellenweise sehr an Eschbachs aktuelles Buch "Der König von Deutschland" erinnert, welches ich gerade lese.

    Ansonsten mal wieder eine amüsante Folge! Dankeschön!
  2. Inso sagt:
    Rio Reiser sagte mal in einem seiner Werke: "Das alles, (Komma ist fakultativ)und noch viel mehr, würd ich machen, wenn ich König von Deutschland wär" . Zur Folge: Teilweise sehr fragwürdig. Zur Aussprache:

    Theodor Siebs, der in seinem Buch: Deutsche Bühnenaussprache Hochsprache (1. Auflage 1898), für die Aussprache das leistete, was Konrad Duden für die Rechtschreibung tat, legte fest:

    "§ 21 ch (auf dem c müsste ein ´ stehen) und ch

    ....

    2) in der Endung -ig im Silbenschluss sowie vor Konsonanten, z. b. ewig, Königs, befriedigt, freudigste (ewich, Könichs usw.), ausgenommen vor der Endung -lich (z. B. königlich) und in dem Worte Königsreich, denn hier wird Verschlusslaut gesprochen: köniklich, könikraech"
    (S. 71f, 15. Auflage 1930)

    Siebs´ Regeln wirken bis heute nach, auch der Ausspracheduden (Bd. 6) gibt Siebs als Grundlage an.

    Nun waren Siebs und Duden "Nordlichter" und nahmen als selbstverständlich an, dass sie das richtigere Deutsch sprächen, während Bayern und Schwaben eigentlich doch nur plapperten und lallten - in dieser Zeit sprach der "Dämlack" in den zeitgenössischen Komödien schwäbisch!

    Durch diese Festlegung (-ig = ich) hat man gut die Hälfte der Deutschen zu "fehlerhaft" Sprechenden gestempelt.

    Ich halte es im Unterricht so:
    Ich spreche im Unterricht -ig wie -ich, in entspannten Momenten und in der Pause rutscht mir schon mal ein -ig raus.
    Wenn ein Schüler diese Problematik anspricht, stelle ich die Situation dar; weise darauf hin, dass die Hochlautung -ich fordert, ebenfalls darauf, dass es nur wenige ganz korrekte Hochlautungssprecher gibt.
    Die, die dies meinen, erwischt man sehr oft bei: Der Pfennich is wech. Bei Tüsch gab es heute Füsch.
    Ich glaube nicht, dass ein -ig oder ein -ich oder selbst ein -isch etwas über die Güte des gesprochenen Deutsches sagt.

    Hierzu unser Altmeister:

    "O neige
    du Segensreiche
    du Ohnegleiche
    ..."

    Das reimt sich nur, wenn man spricht: O neische, du Segensreische, du Ohnegleische ...

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